Edith Platzl

Edith Platzl

Geboren 1954 in Steyr
Studium Bühnenbild, Bildnerische Erziehung und Textiles Gestalten am Mozarteum in Salzburg.
Unterrichtstätigkeit am Musischen Gymnasium in Salzburg und am BG/BRG Steyr.
Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland.
Stipendien- und Studienaufenthalte in
Tschechien, Polen, Ungarn und Italien.

Edith Platzl ist den Besuchern der Textil-Kunst-Galerie bereits bekannt. Sie hat im Gründungsjahr der Galerie erstmals genähte Objekte ausgestellt. Sie war bei der Gruppenausstellung der AbsolventInnen des Textilstudiums zum Thema Tapisserie beteiligt und war im Juli 2010 Artist in Residence in unseren Galerieräumen.
Die Informationen auf unserer homepage geben Einblick in ihre zurückliegende Arbeit.

Heuer setzte sich Edith Platzl mit ihrer Sammlung von Seidenschürzen auseinander, die die Künstlerin durch ihre Materialität, die leuchtenden Farben und Muster inspirierten. Faltenwürfe und Muster wurden gezeichnet, aquarelliert und mit der Maschine genäht – was eine spezielle künstlerische Ausdrucksform von Edith Platzl ist.

Zum Artist in Residence-Projekt gehört es dazu, dass Menschen, die in der Steingasse vorbeiflanieren, auch interessiert die Galerieräume betreten und mit der Künstlerin in Kontakt treten. Andere Besucher kommen gezielt in die Galerie, um der Künstlerin bei der Arbeit zuzusehen.
Edith Platzl hat heuer spontan Menschen aus der Steingasse in die Arbeit mit einbezogen.
In ihrem spannenden Schürzenprojekt wurden seidene Dirndlschürzen verfremdet und Männern angezogen. Eine Photoserie zeigt nackte Männer mit Schurz, wobei Edith Platzl einerseits die Stofflichkeit der Seidentextilien, aber auch die Materialqualität der Haut interessiert.
Die Photos wirken durch die Nacktheit der Männerkörper in verschiedenen Altersstadien und durch die ungewöhnliche, „weibliche“ Bekleidung äußerst irritierend.

Eine zweite Photoserie zeigt Männerköpfe mit Kopfbedeckungen, die von den Männern selbst um den Kopf geschlungen und drapiert wurden. Edith Platzl war es wichtig mitzuerleben, welche Seidenschürze der jeweilige Mann ausgewählt hat und auf welche Weise er sie gestaltet hat.
Interessant ist, dass der Anblick der Männer mit Turban nicht irritiert, obwohl man weiß, dass sie eine Dirndlschürze auf dem Kopf tragen.

Bei der Vernissage am Freitag, dem 29. Juli 2011 haben die BesucherInnen Gelegenheit, mit der Künstlerin über ihre Arbeit zu sprechen und sich außerdem selbst aktiv in die Ausstellung einzubringen, indem sie ihr Outfit mit einer Seidenschürze aufwerten.

Brigitte Sindinger-Leben

artist in residence-project
work in progress
work in progress
work in progress
Edith Platzl erläutert ihre Arbeit
Erläuterungen
Erläuterungen Erläuterungen
Trachtenschürze
Schürzen Schürzen Schürzen
Eine Abwandlung: Männerschürzen
Männerschürzen Männerschürzen Männerschürzen
Eine Abwandlung: Männerturbane
Impressionen Turbane Turbane
Vernissage-Impressionen
Stoffe Stoffe Stoffe
Impressionen Stoff Impressionen
Impressionen Impressionen Impressionen