Herwig Bayerl
Herwig Bayerl
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Erläuterungen zu MALTEX

Herwig Bayerl zeigt in der Textilkunstgalerie Arbeiten, in denen Malerei mit textilen Applikationen verknüpft ist, oder Textilien mit Malerei.
Es gibt bei Herwig Bayerl einen unmittelbaren Bezug zu Faden und Gewebe, der  durch eine Ausbildung an der Textil-HTL Salzburg gewachsen ist. Das Bewusstsein von Strukturen und Texturen, die aus den textilen Materialien kommen, hat in den Zeichnungen und in der Malerei Spuren hinterlassen.
In den hier ausgestellten Werken findet man einerseits textile Spuren als Zeichnung von Gestricktem oder als gemalte Gewänder. Also Darstellung von Textilien.
Auf jeder Arbeit ist aber auch zumindest ein reelles Textil, das mit den gemalten Anteilen korrespondiert. Die Muster der aufapplizierten Stoffe werden manchmal malerisch weitergeführt. In einigen Arbeiten finden sich lediglich Stoffreste, Teile von Objekten, die für den Künstler von der Farbigkeit oder Struktur her interessant sind. In anderen Arbeiten sind ganze Textilien aufmontiert, die besondere Bedeutung haben und vor allem auch wegen ihrer Farbe und Plastizität wichtig sind.
Das textile Material mit seinen Webstrukturen oder samtigen Oberflächen hebt sich leicht reliefartig vom Gemalten ab, die Grenzen verschwimmen oft.
Überhaupt sind die Kunstwerke vieldeutig, vielschichtig. Luftige Räume mit verschiedenen Ebenen und darin Formen, Objekte, die sich nicht genau zuordnen lassen. Man glaubt Personen zu sehen, Gewänder, Ereignisse. Alles lässt sich aber nicht ganz greifen und lässt viel Spielraum für eigene Interpretationen.
Durch eine Studienreise nach Sri Lanka im Sommer 2012 wurde Herwig Bayerl von den Textilien und Farben, die in buddhistischen Tempeln zu finden sind, sehr angeregt. Im Vergleich zu den fast pastellfarbigen Werken und feinen Linienstrukturen im linken Ausstellungsraum findet man im rechten Raum starke Kontraste, größere, klarere Flächen in leuchtenden Farben.
Die im Schaufenster leicht gekippt präsentierte Arbeit ist eine der reduziertesten in Bezug auf Farbe und Flächen. Für Herwig Bayerl ist das Gegeneinander von strengen und geschwungenen Formen von großer Bedeutung. Eine weiße Lochstickerei ist hier wichtig wegen ihrer Farbe, ihrer Ornamentik und dem erkennbaren Zweck als Tischläufer. Die dargestellte fragmentarische Tasche ist zwar klar in ihrer Funktion erkennbar, ist vor allem aber auch Hell-Dunkel-Rhythmus. In dieser Arbeit spürt man die Anwesenheit einer Person an einem Tisch in Erwartung eines feierlichen Essens. (Hinweis auf die Eat and Meet-Veranstaltung)

Brigitte Leben

HERWIG BAYERL
Geewamd Zu Tisch Kostüm
Geewamdbild Zu Tisch Gelbes Kostüm
Lotus Zupackend roter Kragen
Lotus zupackend roter Kragen
Spitze ohne Titel Nomade
fernöstlich   Nomade
 
  Negombo ohne titel
  Negombo  
Bilder der Vernissage
H.Bayerl Herwig Bayerl
Gäste Raum 2