von Maya bis Miao
Ausstellung in der Textil-Kunst-Galerie
vom 7.4. – 13.5.2017

Der Titel „ von Maya bis Miao“ wurde gewählt, um anzudeuten, dass mit der Ausstellung ein weiter Bogen über den Globus gespannt wird, wobei eine genaue geografische Abfolge keine Rolle spielt. Wir sehen Textilien von den Maya in Südmexiko und Guatemala, aus Europa, Afrika, Asien, Indonesien, sowie aus China und sogar Papua- Neuguinea.
Die Grundidee zur Ausstellung war, textile Objekte von Mitgliedern unseres Vereins zur Förderung der Textilkunst zu zeigen, die von Reisen in ferne Länder mitgebracht worden waren. Die Einschränkung auf schön gestaltete Kleidungsstücke war der notwendige rote Faden in der Ausstellungskonzeption, da die Menge, Herkunft und Art der abgegebenen Textilien nicht kalkulierbar waren. Aus der Fülle der abgegebenen Kleidungsstücke habe ich eine Auswahl getroffen, die in erster Linie als eine Begegnung der Kulturen erlebt werden soll. Neu- Guinea trifft z.B. auf Afrika und das wiederum auf Guatemala. Die von mir ausgewählten Kleidungsstücke aus verschiedensten Ländern können  gut nebeneinander bestehen, sie harmonieren entweder  farbig oder passen  in Hinblick auf die Materialien oder in Bezug auf die Funktion gut zusammen. Jedes Stück für sich ist  besonders, hat spannende Details oder ist in einer speziellen Textiltechnik gearbeitet. Man findet ungewöhnliche und aufwendige Webtechniken, Färbetechniken, Stickereien und Applikationen.
In vielen Kulturen ist ungeschneiderte Kleidung üblich, also Wickelkleidung oder Poncho-Formen, die aus einem rechteckigen textilen Teil bestehen. Solche Exponate werden in der Ausstellung zum Teil flach an der Wand präsentiert, damit die Musterung und die Textiltechnik  deutlich zu sehen ist. Gleichzeitig habe ich vergleichbare Stücke an Schneiderpuppen drapiert, damit die Wirkung als dreidimensionales Kleidungsstück zur Geltung kommt. Einige ergänzende Fotos zeigen ähnliche Textilien, um zu zeigen, wie die Kleider im Alltag tatsächlich getragen werden.
Wenn man den einen Galerieraum betritt, kann man sozusagen Personen aus fremden Ländern begegnen, die sich hier in der Galerie treffen.  Ihre schön gestaltete Kleidung  erzählt von der jeweiligen Kultur und den im jeweiligen Land angewandten Textiltechniken.
Interessant für uns ist die Tatsache, dass viele der ausgestellten Bekleidungsformen heute auf die gleiche Weise sehr aufwendig hergestellt und getragen werden wie seit Jahrhunderten, so z.B. die Huipils der Mayakultur , die Miao- Kleidung aus China oder manche afrikanischen Bekleidungsformen.
Bei uns in Europa trägt man im Alltag kaum mehr reich gestaltete Kleidung, außer bei festlichen Anlässen bei Regionaltrachten, die immer noch sorgsam und arbeitsaufwendig genäht und bestickt werden. In der Ausstellung zeige ich stellvertretend für europäische Trachten ein altes  besticktes Leinenkleid und eine Bluse aus Siebenbürgen.
Ich bedanke mich bei den Leihgeberinnen und Leihgebern Ferdinand Aichhorn, Lena Bosch, Mara Dengkeng, Johannes Kerschbaumer, Ingeborg Mayr-Edelmayer, Christine Neubauer,  Anita Pirker, Thomas Untersberger,  Helga Walch und Friedrun Wiesinger.

Brigitte Leben
Kuratorin der Textil-Kunst-Galerie
Vizepräsidentin des Vereins zur Förderung der Textilkunst






AUS ALLER WELT
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Exponate
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Details
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Bastrock Gürtel Geringsing
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Bilder der Vernissage
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