I.Pock

Ingeborg Pock
wurde in Mödling bei Wien geboren und lebt seit langem in der Steiermark, in Stainz. Sie hat an der Akademie für Bildende Künste Malerei und Lehramt Bildnerische Erziehung und Textiles Gestalten studiert und danach in Wien und Graz unterrichtet. So z.B. hat sie von 1988 bis 2012 an der Katholischen Pädagogischen Hochschule im Bereich Kunsterziehung gewirkt. Neben der Lehrtätigkeit und Familienpflichten hat sie immer künstlerisch gearbeitet. Seit 1987 ist sie Mitglied der Künstlergruppe 77, die heuer ihr 40-jähriges Bestehen feiert. Die Mitglieder dieser Gruppe vertreten ihre jeweils individuellen Positionen, wirken aber auch bei unterschiedlichen Projekten zusammen. Inge Pock selbst verknüpft in ihrer künstlerischen Arbeit auch unterschiedlichste Kunstsparten und künstlerische Medien. Sie ist weder nur Malerin oder Grafikerin, auch nicht nur Textilerin, sondern sie kombiniert Techniken und Materialien frei – wie sie es für ihr künstlerisches Vorhaben braucht. Ingeborg Pock hat zahlreiche Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland vorzuweisen, unter anderem auch beim internationalen Textilsymposium Graz, weshalb wir sie dazu eingeladen haben, in der Textilkunstgalerie Salzburg auszustellen.

Zur Ausstellung:
Die Arbeiten in der Ausstellung laden dazu ein, genau hinzusehen, hinein zu blicken oder dahinter zu schauen. Einige Werke sind Schaukästen, in denen sich die Objekte befinden. Manche davon sind flächig mit Farbe und Wachs gestaltet und weisen zarte textile Elemente auf, andere sind reliefartige dreidimensionale textile Objekte oder komprimierte Kleidungsstücke mit Schnürungen. Immer wieder werden Wörter markant eingesetzt oder ein banaler textiler Gegenstand - wie ein Reißverschluss- wird zentral in Szene gesetzt. Der Phantasie der Betrachter wird in allen Arbeiten viel Spielraum gegeben.
Andere Werke sind besonders leicht und flexibel, die Bewegung im Luftzug ist erwünscht. Inge Pock hat in Stofflagen hineingeschnitten, sodass sich Überlagerungen ergeben, die wieder Durchblicke ermöglichen. Eine große dreiteilige Arbeit visualisiert in der obersten Lage eine alte Tür, die darauf hinweist, dass dahinter etwas ist. Die mittlere Lage zeigt Samen und Sprossen und die hinterste Lage pflanzliche Ornamente. Speziell diese Arbeit und auch einige andere zeigen, dass Inge Pock die Natur und ihre Veränderungen sehr sensibel wahrnimmt. Durch dieses Kunstwerk wird auf ein nachhaltiges Projekt in Norwegen hingewiesen, das „Svalbard Global Seed Vault“, bei dem Saatgut gesammelt und langfristig als wertvoller Schatz für spätere Generationen archiviert wird.

Brigitte Leben

.

ET.CETERA
Arbeiten von Ingeborg Pock
01
02
03
 
04
 
06
07
08
  09
 
00
01
02
05
04
09
Bilder der Vernissage
03
06
07
08