Erna Heinz & Edda Seidl-Reiter
Erna Heinz & Edda Seidl-Reiter

Bei unserer Festspielausstellung werden die Werke zweier Künstlerinnen gegenübergestellt, die eng mit „Tapisserie“ verbunden sind.
Erna Heinz und Edda Seidl-Reiter.

Edda Seidl-Reiter war eine ganz wichtige Impulsgeberin für die moderne Textilkunst in Österreich. Die internationalen Trends konnte man alle zwei Jahre auf der Textilbiennale von Lausanne erleben, auf der auch Edda Seidl-Reiter zwei Mal vertreten war.
Edda Seidl Reiter, die anfangs große farbkräftige Tapisserien webte, die in viele Länder der Welt verkauft wurden, hat mit ihrem Abgehen von der rechteckigen Form, mit dem Aufbrechen der Fläche und unkonventionellen Einbauten von Holz und Metallteilen, das heißt mit einem unbekümmerten Zerstören der klassischen Tapisserie, sehr provoziert und polarisiert.
Ihre Suche nach neuen Ausdrucksformen innerhalb der Textilkunst hat sie zum freistehenden Textilobjekt, zur Installation, zur Performance geführt. Aktuell boomen Textile Street Art, das sogenannte Yarn Bombing oder Aktionen wie Knit the City – lauter textile Kunstaktionen im öffentlichen Raum, wie sie Edda Seidl-Reiter schon vor 25 Jahren durchgeführt hat.
In unserer Ausstellung in der Textil-Kunst-Galerie präsentieren wir bewusst eine Auswahl ihrer Werke, die zwar schon vor einigen Jahren entstanden sind, die aber eben jenen Moment des Abgehens von der klassischen Tapisserie belegen, das Aufbrechen der Tapisserie, das Aufgeben der rechteckigen Form und die Kombination des Gewebten mit anderen Materialien.

Lebenslauf: Edda Seidl-Reiter

Erna Heinz ist einen ganz anderen Weg gegangen und hat erst später zur Tapisserie gefunden. Sie hat Malerei und Grafik, sowie Bühnen- und Kostümbild studiert und viele Jahre am Theater gearbeitet. Sie ist Doktor der Philosophie und hatte einen Lehrauftrag an der Uni Wien. Durch persönlichen Kontakt und Freundschaft zum Tapisserieweber Felix Haspel wurde ihr Interesse an der Tapisserie geweckt und sie begann die klassische Tapisserietechnik an der Akademie für Bildende Kunst zu studieren.
Die leuchtenden farbkräftige Bilder von Erna Heinz sind meist von der Natur inspiriert. Die Tapisserietechnik gibt ihr die Möglichkeit eine andere, haptische Qualität in die Arbeiten einzubringen. Sie mischt die verschiedenfarbigen Fäden, die sie selbst eingefärbt hat, bis sie exakt den gewünschten Farbton erreicht, sie malt sozusagen mit den Wollfäden. Erna Heinz ist es ein großes Anliegen, dass die klassische Tapisserietechnik bestehen bleibt und auch an den Unis weiter gelehrt wird. Da sie ein Atelier in Salzburg hat, bietet sie den Studentinnen der Textilklasse des Mozarteums die Möglichkeit, sie im Atelier zu besuchen und den Werdegang einer großen Tapisserie zu verfolgen.

In der Ausstellung sind Werke der jüngsten Zeit zu sehen, eine Arbeit wurde erst im Sommer vom Hochwebstuhl geschnitten.

Lebenslauf: Erna Heinz

Brigitte Sindinger-Leben

TAPISSERIE: Tradition und Aufbruch
Eröffnung Eröffnung Eröffnung
Eröffnung der Vernissage am 5.August 2011
 
Antenne Vorspiele Himmlische  Pforte
Edda Seidl-Reiter
Widmung an Hausfrauen
Stalaktiti
 
Erna Heinz
Aura Vermont
 
  Genesis  
 
Vernissage
Vernissage01 Vernissage
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